3. Sitzung, 30.01.2025, 10:00 Uhr

3. Sitzung, 30.01.2025, 10:00 Uhr

Chair(s): Lasse Mempel-Länger (LEIZA); Andreas Puhl (GDKE)

Teilnehmende: Kristina Fella (LEIZA), Lasse Mempel-Länger (LEIZA), Birte Reepen (LWL-DLBW), Gudrun Schwenk (SODa), Sonja Wallis (KEK), Hannah Zettner (RED), Markus Wittköpper (LEIZA), Gisela Gulbins (VDR/REM), Matthias Heinzel (LEIZA), Jessica Preiß (GDKE)

Agenda und Ergebnisse

Begrüßung und kurzer Rückblick

Vortrag Kristina Fella (LEIZA): „Wissensmodellierung im kulturellen Erbe. Eine Einführung in Ontologie und CIDOC CRM“

Diskussion:

  • Frage Hannah Zettner: Wo sind verknüpfte Informationen zu finden? Man braucht eine Datenbank, wo die Informationen abgelegt sind, oder?

    • Lasse: Ontologien werden üblicherweise direkt ins Internet gestellt sobald sie entwickelt sind, sie sind LOD und somit für alle zugänglich und haben auch direkt einen Identifier, der identisch zur URL ist, dadurch ist Zugriff möglich. Daten sind oft in relationalen Datenbanken organisiert, es gibt aber eigentlich auch Triple Stores die Graphendatenbanken sind (in Kulturinstitutionen vermutlich weniger). Ziel: Blick auf Restaurierungsobjekte - Wie kann man Daten standardisieren, Technikfragen der Anwendung vor Ort in eigener Institution muss man im Haus klären

    • Kristina: Ontologien ersetzen nicht Datenbanken und Informationen, Ontologien sind Netzwerk dazwischen, lässt im Hintergrund die Daten verknüpfen

    • Lasse: Daten sind i.d.R. noch nicht für Öffentlichkeit verfügbar, also auch noch kein Zugriff; aber Ziel wäre eigentlich, dass alle gleiche Begriffe/Ontologie benutzen und wenn Daten veröffentlicht sind können alle verglichen/zusammengestellt werden

  • Markus Wittköpper: Wo steht Server und wer hat Zugriff?

    • (s. Antwort Lasse oben: Technikfragen der Anwendung vor Ort in eigener Institution muss man im Haus klären)

  • Hannah Zettner: Wenn Doku intern im Haus liegt, was wird dann in Ontologie gezeigt? Es steht, dass etwas gemacht wurde und nicht was?

    • Kristina: Sind die inhaltlichen Daten nicht öffentlich verfübar, könnten zumindest die administrativen Metadaten über Ontologie abrufbar sein. Also das es an Institut XY von Person YZ eine Dokumentation zu Objekt X gibt. Aufgabe ist auch noch Definition von Access-Level festzulegen, wer darf auf welche Daten bzw. welchen Detailgrad an Informationen zugreifen, in Ontologie würde z.B. abrufbar sein wer Zugriff hat

  • Lasse: wir brauchen konkrete Beispiele um das genauer zu erklären; z.B. in LIDO. Natürlich ist Situation grade sehr unterschiedlich, z.T. Arbeit mit Handzetteln/Scans während wir über Ontologien reden

  • Gudrun: Hinweis auf WissKI-Cloud (SODa) - SODa baut WissKI-Cloud auf, Arbeit an Minimaldatensatz für Restaurierung und Konservierung, hat auch schon Triple gebaut, Modellierung nur in CIDOC CRM

    • Lasse: Grundvorausetzung ist, dass Grundontologie besteht → wenn wir eine gute bauen, dann könnte man die in WissKI-Cloud reinladen (arbeiten auch an Schnelleinstiegsmodul Restaurierung) und könnte über Cloud gut nutzbar sein

    • Gudrun: WissKI-Cloud ist eine Ontologie die forschungsbasiert ist, gerne Orientierung an Ergebnissen der TWG und nichts eigenes aufbauen

Vorstellung des Entwurfs für ein MinimalMetadatenSet für Konservierungs- und Restaurierungsprozesse (Kristina Fella)

(https://docs.google.com/document/d/19owIq48TXEJznFZMZHNJqjjnyGNM3xKqPnG4YjMFYJE/edit?tab=t.0)

  • basiert u. a. auf Ergebnissen einer Arbeitsgruppe, die sich gerade mit neuer Datenstruktur für Restaurierung des LEIZA beschäftigt

  • Aufgabe an alle: Abgleich mit eigenen Daten, welche Informationen erfassen alle, finden sich diese Informationen in Minimalmetadatensatz wieder, welche Begriffe werden genutzt, was fehlt → Dokument gerne ergänzen; diese Informationen sollen dann an Anja für Minimalmetadatensatz; Abgleich mit eigenen Vokabularen/Begrifflichkeiten (Stichwort Thesaurus)

Kurzvorstellung des aktuellen Entwurfs für Erfassung der Restaurierungsdaten an REM (Gisela Gulbins)

  • Hintergrund: Imdas Pro als Datenbank, entwickelt von JOANNEUM RESEARCH in Graz, alle Landesmuseen in Baden-Württemberg nutzen das, kleinere auch, entwicklet seit 2002, gibt viele Thesauri dafür, aber noch kein befriedigendes Restaurierungsmodul, verschiedene Masken von verschiedenen Institutionen, jetzt Entwicklung eines gemeinsamen für REM

  • besteht aus 3 Seiten: Objektbeschreibung, Restaurierungsmaßnahmen (Projekt, Labornummer, Schadensursache, Ziel und Konzept, Methoden, Restaurator, etc.), Sammlungspflege REM (präventiv, Info zu Schädlingsbefall o.ä., Klimatisierung, Verpackung, etc.); z.T. auch mit Thesauri/Wortlisten

  • Ziel ist Umsetzung in REM, aber noch nicht fertig, insb. Thesauri

Diskussion

  • Sonja: im Bibliotheksbereich gibt es konkrete Richtlinien, wie sieht das in Restaurierung aus, gibt es eine oder mehrere die man als AUsgangspunkt nehmen kann? Hinweise zu Kerndaten etc.

    • Kristina: guter Punkt, das ist Thema in Schwester TWG (Umfeldanalyse zur FDM-Landschaft im Bereich der Erhaltung und Pflege kulturellen Erbes, https://osf.io/dwvhk/), Umfrage in Community ob es Richtlinien gibt, Vokabulare o.ä., das soll abgefragt werden um zu wissen, ob es Vorgaben gibt an die man sich halten muss

    • Lasse: gerne System mal vorstellen, Bibliotheken natürlich Spitzenreiter mit Normdaten, bei uns vermutlich eher VZG und DANTE für Vokabulare

Kurzvorstellung Glossar der KEK (Sonja Wallis)

Wissensdatenbank mit Glossar (https://www.kek-spk.de/glossar), Restaurierungsglossar zu Bücherrestaurierung (grade im Umbau), Fachinformationsfeld zu Hintergrundwissen zu bspw. Schadensbildern u.ä., Glossar ist aus Projekten gerausgearbeitet worden (ca. 1.950 Projekte), darin Begirffe herausgearbeitet welche vorkommen, alle Begriffe gesammelt und klassifiziert, nächster Schritt ist Verknüpfung mit GND (GND ist noch nicht so weit), können in Normdatei reinarbeiten, Ziel ist dass Projektdaten irgendwann mit Nachweissystem oder Restaurierungsberichten verknüpft werden (in Projektakten liegen nämlich auch Restaurierungsberichte) → sollen für Community zugänglich werden, Frage ist also wie Terminologie an Infrastruktur angebunden wird (N4O)

Diskussion

  • Lasse: super Ressource, noch nicht bekannt, super wenn das in GND kommt; in welcher Form kommt das in GND, so dass jeder Begriff eine Definition hat?

    • Sonja: Ja, Definitionen bei GND kein Pflichtfeld, aber harte Daten werden in GND strukturiert, Definitionen kommen dann bei KEK

    • Lasse: Hoffnung dass es für jeden Bereich (Materialgruppen) Spezialisten gibt die Glossare entwickeln; zum Thema alte Restaurierungsberichte erfassen – arbeite grade an LEIZA-Daten, in Programmsprache auch ein Vokabular, in das man Texte einfach reingibt und das sucht dann automatisch alle verwandten Begriffe raus

Abschlussdiskussion:

  • Kristina: Hausaufgaben - jeder guckt sich Entwurf für MinimalMetadatenSet für Konservierungs- und Restaurierungsprozesse nochmal an und vergleicht intern, inwiefern eigene Daten damit abgedeckt werden, Entwurf gerne ergänzen, darf auch gerne weitergegeben werden

  • Lasse: es muss ein maschinenlesbarer Datenbank in Zukunft präsentiert werden um die Beispiele konkreter durchzugehen, bringe nächstes Mal einen mit

Ausblick

  • Nächstes Mal Besprechung des MinimalMetadatenSet für Konservierungs- und Restaurierungsprozesse und Anmerkungen dazu

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3. Sitzung, 30.01.2025, 10:00 Uhr

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