CC Staatlichkeit, Fachkulturen und Infrastruktur in digitalen Heritage-Daten
- Kontakt
- Christin Keller (christin.keller@dainst.de)
- Mitglieder
- Marco Schrickel (Landesamt für Denkmalpflege Baden-Württemberg), Mario Schlappke / Sven Ostritz (Thüringisches Landesdenkmalamt), Simon Matzerath (Landesdenkmalamt Saarland), Ulrich Himmelmann (GDKE RLP, Verband der Landesarchäologen), Utz Böhmer (Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege), Udo Recker (hessenARCHÄOLOGIE), Anja Gerber (Klassik Stiftung Weimar)
- Beteiligte Organe
- TA4, TA6, TA7
- Offenheit und Transparenz
- Informationen über dieses Community Cluster (einschließlich Einzelheiten zu Ergebnissen, Themen, Aktionen, Status des CC, Teilnehmende und Sitzungen) sind öffentlich verfügbar. Die Diskussionen in diesem CC werden öffentlich geführt: Die Sitzungsprotokolle von Video-, und Telefonkonferenzen sowie Präsenzbesprechungen werden archiviert und können von der Öffentlichkeit eingesehen werden. Technische Diskussionen und Problemlösungswege werden so dokumentiert, dass sie von der Öffentlichkeit nachvollzogen werden können. Arbeitsdokumente werden auf einem öffentlichen Repository entwickelt. Die Sitzungen selbst sind nach Anmeldung für die Öffentlichkeit zugänglich. Die CC ist frei in der Wahl ihrer Kommunikationsmittel für die Koordination und Durchführung der Sitzungen und in der Festlegung von Ort und Zeit für Präsenzsitzungen oder Videokonferenzen. Die Öffentlichkeit ist eingeladen, die Arbeit des CC zu verfolgen und aktiv zu den Diskussionen beizutragen.
- Thema und Zielsetzungen
Ein erheblicher Teil der in Deutschland entstehenden archäologischen Forschungsdaten wird im Kontext öffentlicher Aufgaben erhoben, insbesondere im Auftrag von Ländern und Kommunen, und in den Landesdenkmalämtern verwahrt, erschlossen und langfristig gesichert. Diese Daten sind für die wissenschaftliche Nutzung von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig führen die im Rahmen der Kulturhoheit der Länder ausgeprägten föderalen Zuständigkeiten zu heterogenen rechtlichen, institutionellen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen, die eine einheitliche, FAIR-konforme Zugänglichkeit und Nachnutzung bislang erschweren.
Vor dem Hintergrund der zunehmenden Relevanz des NFDI-Querschnittsthemas „Öffentliche Daten“ besteht ein wachsender Bedarf an einer systematischen Einordnung dieser Strukturen. Das Community Cluster „Governance of Federated Heritage Data Infrastructures“ greift diese Ausgangslage auf und zielt auf eine strukturierte Analyse der Bedingungen föderierter Dateninfrastrukturen für die materielle Kultur. Im Zentrum steht eine vergleichende Bestandsaufnahme der rechtlichen Rahmenbedingungen in den Ländern, einschließlich der jeweiligen Gesetzeslagen, institutionellen Infrastrukturen und einschlägigen Handlungsanweisungen im Hinblick auf die Veröffentlichung und Nutzung von Forschungsdaten in den Landesdenkmalämtern.
Auf dieser Grundlage könnte in einer TWG und in enger Abstimmung mit den Landesdenkmalämtern ein strategischer Rahmen zur Stärkung und Weiterentwicklung der Dateninfrastrukturen erarbeitet werden, der sowohl den Anforderungen staatlicher Stellen als auch den Bedarfen der wissenschaftlichen Community Rechnung trägt. Ziel wäre es, gemeinsam tragfähige Ansätze für Standardisierung, Datenaustausch und nachhaltige Infrastrukturentwicklung unter föderalen Bedingungen zu identifizieren, bestehende Praktiken sichtbar zu machen und in eine abgestimmte Weiterentwicklung der Zusammenarbeit zwischen den Landesbehörden und der NFDI4Objects-Community zu überführen.
Anknüpfungspunkte:
Es bestehen enge Schnittstellen zum Community Cluster „Denkmal-, Maßnahmen- und Schutzflächen“, die gezielt berücksichtigt werden sollen, um parallele Entwicklungen nach Möglichkeit zu vermeiden und stattdessen auf vorhandenen Arbeiten aufzubauen. Ziel ist eine abgestimmte Weiterentwicklung komplementärer Themenfelder. Darüber hinaus bestehen klare Bezüge zur Temporary Working Group „Community-Standards für kontrollierte Vokabulare und Austauschformate im Bereich der Erhaltung und Pflege des kulturellen Erbes“, deren Ansätze und Ergebnisse in die Arbeiten des Clusters einbezogen und, wo sinnvoll, weitergeführt werden.
- Abgrenzung
Gegenstand des Clusters sind nicht die originären Datenstrukturen der Landesarchäologien, die in der Verantwortung der jeweiligen Einrichtungen verbleiben, sondern Fragen des Datenaustauschs und der übergreifenden Nutzung. Dabei orientiert sich das Cluster an bestehenden Empfehlungen, insbesondere des Verbandes der Landesarchäologen, und versteht sich als Beitrag zur weiteren Abstimmung und Vernetzung im Kontext föderierter Dateninfrastrukturen.
- Angestrebte Arbeitsergebnisse
Gemeinsame Bestandsaufnahme der rechtlichen Rahmenbedingungen in den 16 Ländern (inkl. strukturierter Übersicht)
Zusammenführung und vergleichende Darstellung institutioneller Strukturen und bestehender Infrastrukturen in den Landesdenkmalämtern
Sammlung und Aufbereitung einschlägiger Regelwerke und Handlungsanweisungen zur Datenveröffentlichung und -nutzung
(optional über Ausgründung in TWG): Herausarbeitung gemeinsamer Herausforderungen und Perspektiven im föderalen Kontext im Austausch mit den beteiligten Akteuren
(optional über Ausgründung in TWG): Erarbeitung eines abgestimmten Rahmens zur Weiterentwicklung und besseren Verzahnung der Dateninfrastrukturen
(optional über Ausgründung in TWG): Ableitung praxisnaher Orientierungen für Standardisierung, Datenaustausch und nachhaltige Infrastrukturentwicklung
- Externe Anbindung
- Astrid Ziemann, (NFDI4Earth), GND für Kulturdaten – Beteiligung durch Thüringisches LDA, Timo Holste (NFDI4Memory), LIDO-AG (Lido-Daten für Behörden), Celia Krause (NFDI4Culture, LIDO-Servicestelle), Julia Rössel (DDB, Fachstelle Denkmalpflege)
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