5. Sitzung, 09.03.2026, 13:00-14:00 Uhr

5. Sitzung, 09.03.2026, 13:00-14:00 Uhr

5 Teilnehmende

Themen

  1. Begrüßung und Rückblick

  2. Features ohne Geometrien

  3. Attribut-Wiederholungen

  4. Datumsformate

  5. Folgetermin

1. Begrüßung und Rückblick

Die Ergebnisse der vergangenen Sitzung am 23.02.2026 werden kurz zusammengefasst. Beim Thema persistente Identifikatoren wurde der Vorschlag gemacht von der bisher vorgesehenen „NFDI-ID“ Abstand zu nehmen, da diese in naheliegender Zukunft nicht zu erwarten ist. Stattdessen sollen generelle Richtlinien für PIDs festgelegt werden (Einzigartigkeit, Persistenz etc.) die von den Datenhaltenden eingehalten werden müssen. Wie sie dies umsetzen, bleibt ihnen selbst überlassen.

Beim Thema Datensätze ohne Geometrien gibt es Hinweise darauf, dass dies wahrscheinlich eher nicht funktioniert. Beim Thema absolute Datierungen muss eine Kenntlichmachung erfolgen, wenn automatisiert aus den Epochen abgeleitet wurde.

2. Features ohne Geometrien

Es wurde ein WFS-Dienst zum Testen eingerichtet mit Datensätzen ohne Geometrien. In QGIS hat das nicht funktioniert. Es ist allerdings noch nicht klar, woran das liegt, daher werden weitere Tests unternommen. Wenn es nicht funktionieren sollte, muss die Angabe einer Geometrie verpflichtend sein. Als Anhaltspunkt wird außerdem bei INSPIRE nachgesehen, welcher Verpflichtungsgrad dort in Bezug auf Geometrien gesetzt wurde.

3. Attribut-Wiederholungen

Es stellt sich die Frage, wie wiederholbare Attribute technisch umgesetzt werden können, also z.B., wenn für eine Fundstelle mehrere Datierungen erfasst werden sollen.

Folgende Optionen werden vorgestellt und diskutiert:
a) als einzelnes (großes) Feld, in dem die Werte durch Trennzeichen getrennt hintereinander geschrieben werden (CSV),
b) nach relationalem Modell in einer separaten und verlinkten Tabelle,
c) unter Nutzung von XML (o.ä)

a) Gegen dieses Modell spricht, dass so nur schwer Abhängigkeiten zwischen verschiedenen Feldern hergestellt werden können, denn es bleibt unklar, auf welchen der einzelnen Punkte innerhalb des Feldes sich die Abhängigkeit bezieht.

b) Für diese Option spricht, dass man im Datenmodell sauber bleibt und Abhängigkeiten gut abgebildet werden könnten. Es handelt sich durch die Verlinkung auf ein separates Dokument allerdings um eine wenig praktikable Lösung. Man bekommt es weder gut abgebildet noch ist es GIS-kompatibel. Außerdem ist die Vervielfältigung von Objekten problematisch. im Datenmodell für Kulturerbeobjekte sind bei mehreren Feldern wiederholbare Attribute vorgesehen.

c) XML wäre eine saubere Lösung, wahrscheinlich kann das Format aber von den meisten Institutionen nicht geliefert werden.

Eine weitere Lösung könnte sein, die Umsetzung der Mehrfachnennung den Institutionen zu überlassen oder auch drei verschiedene Strukturen anzubieten (1. flach, 2. Triple-Store, 3. CIDOC-CRM). Ein gemeinsamer Weg wird allerdings favorisiert.

Bei INSPIRE versucht man sich momentan von der starken XML-Struktur zu lösen zugunsten einer flachen Struktur, die im GIS besser/direkter nutzbar ist. ADeX setzt konsequent auf eine flache Struktur, die ggf. speziell für den Export aus komplexeren Strukturen zusammengestellt werden.

Es deutet sich zwar eine Tendenz weg von der GIS-Orientierung an, zum derzeitigen Zeitpunkt muss GIS aber unterstützt werden. Zentral ist es, eine computerlesbare Lösung zu finden. Für den Datenaustausch sollte es eine flache Struktur sein.

Man einigt sich daher vorerst auf Lösung a: ein einzelnes Feld, in dem die Werte durch Kommatrennung hintereinander geschrieben werden. Statt der Kommatrennung mehrere Felder anzubieten, wird als unpraktikabel angesehen, denn man weiß ja nicht, wie viele benötigt werden. In der Regel sollten Datenbanken die Funktion der durch Komma getrennten Aufzählung automatisiert bieten und diese auch umgekehrt wieder separieren können. Das Probelm der Abhängigkeit von Feldern wird vertagt.

4. Datumsformate

Die beiden Standards für Datumsformate EDTF und ISO 8601-2:2019 wurden nebeneinandergestellt. Sie sind im Großen und Ganzen deckungsgleich.

Bei der ISO-Norm handelt es sich um eine bekannte und anerkannte Norm, darauf zu verweisen wäre daher sinnvoll. Nachteil ist, dass die Norm käuflich erworben werden muss und ca. 200 Euro kostet. Im Gegensatz dazu ist der EDTF-Standard (https://www.loc.gov/standards/datetime/) Open Access, also kostenlos verfügbar und für alle lesbar.

In dem zu formulierenden Bluepaper zu unserem Datenmodell wäre es sinnvoll, nicht nur auf das zu verwendende Datumsformat zu verweisen, sondern auch die für die Fachcommunity wichtigsten Punkte aus diesem Standard auszuformulieren. Die Gruppe einigt sich, beide Normen anzugeben (ISO und EDTF) und darauf hinzuweisen, dass diese mehr oder weniger identisch sind. Außerdem werden die für Archäologen wichtigsten Kategorien aus dem EDTF-Standard zitiert. Ein entsprechender Vorschlag wird bis zur nächsten Sitzung erarbeitet.

5. Folgetermin

Die Schreibgruppe trifft sich wieder am 23.3. um 13 Uhr.

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5. Sitzung, 09.03.2026, 13:00-14:00 Uhr

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