FAIRifizierung und Mapping kontrollierter Fachvokabulare für die Pflege und den Erhalt des kulturellen Erbes
In der Konservierung-Restaurierung und Denkmalverwaltung führt heterogene Fachterminologie zu erheblichen Problemen im FDM. Nur 27,5% von 240 befragten Restaurator:innen nutzen festgelegte Vokabulare, die meist intern bleiben. Ein kontrolliertes, maschinenlesbares Fachvokabular für die archäologische Konservierung-Restaurierung fehlt vollständig. In Denkmalverwaltungsbehörden werden zwar zu 94,3% kontrollierte Vokabulare verwendet, diese sind jedoch überwiegend intern.
Der TRAIL schließt diese Lücken durch Integration des „SKOSifizierten" Fachthesaurus für Konservierung-Restaurierung des LEIZA und eines Thesaurus für Datierungsepochen in den zentralen Vokabularservice DANTE. Die Webanwendung „conserFAIRy", die Fachwissenschaftler:innen niedrigschwelligen Einstieg in die SKOS-Modellierung ermöglicht, wird weiterentwickelt. Mit der Software Cocoda sollen exemplarische Mappings auf weitere Vokabulare durchgeführt und methodische Fragen zu Mapping-Entscheidungen untersucht werden.
Im Rahmen des TRAILS entstehen nachnutzbare Workflows und Best-Practice Beispiele aus den Bereichen der Denkmalverwaltung und der Konservierung-Restaurierung, die der gesamten Community als Blaupause dienen können. Die Workflows adressieren die Entwicklung FAIRer Fachvokabulare und deren Integration in zentrale Vokabularserver, das Mapping mit anderen kontrollierten Vokabularen sowie die Nutzung dieser Vokabulare zur Verschlagwortung von Entitäten.
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